Geschichten-Weisheiten

 

 

 

7. Die Mauer der 1000 Steine

 

Geschichte zum Thema:

Selbstliebe

 

Die Mauer der 1000 Steine

 

In einem Kloster in Asien wurde ein junger Mönch dazu bestimmt, eine Mauer aus 1000 Steinen zu errichten. Der Mönch war für diese Aufgabe jedoch nicht ausgebildet. Dennoch gab er sein Bestes, jeden Stein so perfekt und gleichmäßig wie möglich in die Mauer einzupassen. Als er fertig war, betrachtete er sein Werk und bemerkte, dass zwei Steine etwas verschoben waren. Er war so unglücklich darüber, dass er den Abt bat, die Mauer wieder einreißen und von Neuem erbauen zu dürfen. Doch dieser sagte: "Nein, die Mauer bleibt, wie sie ist."

 

Als einige Wochen später ein Besucher in das Kloster kam und die Mauer lobte, fragte der Mönch, ob er denn blind sei und die zwei schiefen Steine nicht sehen könne. "Doch", sagte der Besucher, "aber ich sehe auch die 998 gut eingesetzten Steine."

In diesem Moment wurde dem Mönch bewusst, dass er sich immer nur auf seine Schwächen konzentriert hatte, anstatt sich wert zu schätzen für das, was er gut konnte.

Daraufhin änderte sich seine Haltung sich selbst gegenüber und er schaute zuerst auf das, was im gut gelungen ist und suchte künftig nach Lösungen für die Dinge, die er hätte besser machen können, ohne sich zu verurteilen.

 

 

Verfasser: unbekannt

 

 

gefunden in: www.neue-wege-4you.de