Laotse

 

 

 

Wenn du depressiv bist

lebst du in der Vergangenheit

Wenn du Angst hast, lebst du in der Zukunft

Wenn du inneren Frieden erlebst,

lebst Du in der Gegenwart.

 

         

Der chinesische Philosoph Laotse lebte im 6. Jahrhundert vor Christus in China. Seinen Unterhalt verdiente er als Reichsarchivar in Staatsdiensten. Erst im höheren Alter zog er sich in die Einsamkeit zurück. Hier schrieb er auf Wunsch eines Freundes seine Gedanken nieder. Erst viele Jahre nach seinem Tod gaben spätere Generationen diesem Werk den Namen TAO TE KING - Das Buch vom Sinn und Leben.

Es wurde eines der einflussreichsten taoistischen Schriften Chinas. Sie wurden später auch über die Grenzen Chinas hinaus bekannt und hatten in der westlichen Welt einen wesentlichen  Einfluss auf die philosophische  Weltsicht und Spiritualität der Menschen.

 

 

Hast Du Zeit zu warten, bis der Schlamm

sich setzt und das Wasser klar ist?

Kannst Du reglos verharren, bis die richtige

Handlung sich von selbst ergibt?

Beim Streben nach Wissen wird täglich 

etwas hinzugefügt.

Beim Einüben ins Tao wird täglich etwas fallen gelassen.

Immer weniger musst Du die Dinge

erzwingen, bis Du schließlich

beim Nicht-Handeln anlangst.

Wo nichts getan wird,

bleibt nichts ungetan.

 

 

 

Weichheit besiegt Härte

Sanftheit besiegt Stärke

Was sich beugt ist dem

was sich nicht beugt überlegen

Das ist das Prinzip, die Dinge zu

beherrschen

 

 

 

Vom Ausgleich ...

Begabte nicht zu bevorzugen,

hilft Streit zu vermeiden.

Schätze nicht zu sammeln,

hilft Diebstahl zu verhindern.

Begehrenswertes nicht zu beachten,

hilft  Verwirrung vorzubeugen.

Darum der Weise ...

Er leert das Herz

und füllt den Bauch.

Er mindert das Begehren

und mehrt die Kraft.

Er lehrt das Volk

Einfachheit und Genügsamkeit.

Er lehrt die Wissenden

nicht einzugreifen.

Er wirkt ohne Handeln

und nichts bleibt ungetan.

 

 

La Maripossa

 

Was für die Raupe das Ende der Welt

bedeutet, ist in Wirklichkeit ein

wunderschöner Schmetterling ...

                   

 

Wenn die Menschen der Erde ...

alle die Schönheit als Schönheit erkennen,

entsteht die Erkenntnis der Hässlichkeit.

Wenn die Menschen der Erde alle das Gute als gut erkennen,

entsteht die Erkenntnis des Bösen.

Darum:

Sein und Nichtsein hängen im Werden voneinander ab;

schwierig und leicht hängen in der Durchführung von einander ab;

lang und kurz hängen im Gegensatz voneinander ab;

hoch und niedrig hängen in der Lage voneinander ab;

vorne und hinten hängen im Zusammensein voneinander ab.

Darum der Weise:

Führt die Geschäfte ohne Tun;

predigt die Lehre ohne Worte;

Alle Dinge steigen auf, aber er wendet sich von Ihnen nicht ab;

er handelt, eignet sich aber nicht an;

vollbringt, beansprucht aber keine Anerkennung;

und weil er keinen Anspruch auf Anerkennung erhebt,

kann die Anerkennung ihm nicht genommen werden.

 

 

gefunden in: www.neue-wege-4you.de